VDH DM IPO-FH 2011
Geschlossene SV-Mannschaftsleistung / Bericht zur VDH DM FH 2011 in Thüringen
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten die vier SV-Teilnehmer ein positives Ergebnis bei dieser WM-Qualifikation verbuchen. Neben den Startern vom Rassehundzuchtverein für Hovawarte gelang das den 11 anderen vertretenen Verbänden an diesem Wochenende leider nicht.
Aber nun zur Meisterschaft:
Vom 25.-27.02.2011 fand im Unstrut- Hainich Kreis in Oberdorla (Thüringen) zum 9. Mal die VDH Deutsche Meisterschaft für Fährtenhunde statt. Die vom Dobermannverein organisierte Veranstaltung lag beim Organisator Jürgen Anding in guten Händen. 27 Teams gemeldet vom ADRK (Allgeneiner Deutscher Rottweiler Klub) BK (Boxer Klub), DBC (Deutscher Bouvier Club), DHV (Deutscher Hundesportverband), DMC (Deutscher Malinois Club), DV (Dobermann Verein), IBC (Internationaler Boxerclub), KfT (Klub für Terrier, PSK (Pinscher-Schnauzer Klub), RZVH (Rassehundzuchtverein für Hovawarthunde), RSV (Schäferhundverein RSV2000) und SV (Verein für Deutsche Schäferhunde) haben im sportlichen Wettstreit die zwei Teilnehmer für den FCI-FH Weltcup am 14-17.04.2011 in Kroatien ermittelt.
9 Deutsche Schäferhunde, 3 Malinois, 3 Boxer, 2 Airedale Terrier, 2 Dobermänner, 2 Hovawarte, 2 Riesenschnauzer, 2 Rottweiler, 1 Holland Herder und 1 Bouvier traten mit ihren Hundeführerinnen und Hundeführern zur WM-Qualifikation an.
Am Donnerstag kamen die Teams und Offiziellen aus allen Teilen Deutschlands in Thüringen an. Als Standquartier in Oberdorla wurde das Gemeindehaus in Langula genutzt.
Als Leistungsrichter waren die Herren Egon Üffing (dhv) und Wolfgang Hecker (DV) eingesetzt.
Während dieser Qualifikation haben die Hunde an zwei Tagen je eine 1800 Schritt lange, drei Stunden alte Fährte mit sieben dem Gelände angepassten Winkeln (2 spitze Winkel, 1 Bogen) und sieben Gegenständen auszuarbeiten. Die zweimal kreuzende Verleitung wird 30 Minuten vor dem Ansatz gelegt. Jeder der beiden amtierenden Leistungsrichter bewertet dabei je Team eine Fährtenarbeit
Das Team der Fährtenleger hat unter der Aufsicht des Fährtenbeauftragten Willi Cohnen (DV) über drei Tage vorbildliche Arbeit geleistet.
Das Wetter war wechselhaft und sorgte für teilweise schwierige Bedingungen. Über die Wettkampftage gab es nachts immer deutliche Minusgrade zu verzeichnen. Freitag und Samstag hatten wir über Tag herrliches Winterwetter mit blauem Himmel und viel Sonne. Somit waren die vormittags abzusuchenden Fährten im noch gefrorenen Gelände gelegt worden. Mit zunehmender Sonneneinstrahlung taute der Boden dann an der Oberfläche leicht an, so dass den Hunden ohne jeglichen Sichtverlauf alles abverlangt wurde. In der Nacht zum Sonntag gab es dann bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auch noch etwas Schnee. Somit wurde es am Sonntag feucht und klebrig.
Die drei Erstplatzierten der SV-Bundefährtenhundprüfung in Falkenrehde waren für den Wettstreit gemeldet. Das SV-Team war besetzt mit SV-Bundessieger FH Marco Dreyer mit seinem Erk vom Waliboer Land, dem Vizesieger der SV-BFH Peter Maaß mit seinem Kiran vom Schmiedegarten und dem Drittplazierten Franz Dutz mit seinem Ulf vom Cap Arkona. Durch den analog zur VDH-DM-IPO übernommenen Modus, welcher den deutschen Teilnehmern des letztjährigen FCI-FH Weltcups eine Startberechtigung als VDH-Team im Rahmen dieser Veranstaltung gibt, wurde auch der 3. der FH-WM 2010 Karsten Herglotz mit seinem Atze vom Salmbreitenbach vom SV für den Wettstreit gemeldet.
Nach der Auslosung stand fest, dass das SV Team 1 x am Freitag, 4 x am Samstag und 3 x am Sonntag in den Wettbewerb einsteigen würde. Mit der Unbefangenheits- und Identitätskontrolle um 10:00Uhr begann der Wettstreit am Freitag.
Die fachkundigen Leistungsrichter haben für alle Anwesenden nachvollziehbare faire Bewertungen abgegeben.
Sie legten Wert auf eine ruhige und sehr konzentrierte Nasenarbeit, bei der der in sich ruhende Hund dennoch zielorientiert agierte. Auf diese Kriterien wurde ja schon auf der SV-Qualifikation für diese rasseübergreifende Veranstaltung, der Bundesfährtenhundprüfung, selektiert. Unser Team zeigte konstant ruhige Arbeiten mit teilweise kleinen Einschränkungen in der Konzentration und teilweise Fehlverhalten an den Gegenständen.
Auch in diesem Jahr herrschte während der gesamten Veranstaltung dieses besondere Flair. Ohne Neid und Missgunst untereinander wurden Erfahrungen und Tipps ausgetauscht und viel gefachsimpelt. Die Zuschauer im Gelände freuten sich über die positiven Leistungen der Teams und genauso ärgerten sie sich über jeden Ausfall wenigstens genau so viel, wie jeder einzelne enttäuschte Hundeführer. Erfreulich war zu verzeichnen, dass über die letzten Jahre das Zuschauerinteresse immer mehr zunimmt.
Die Sieger und Platzierten waren allesamt keine Unbekannten.
Michael Tomczak (DHV) mit seinem DSH Aik vom Rio Negro wurde verdient mit 100 und 96 Punkten VDH Deutscher Meister, Marco Dreyer (SV) mit seinem DSH Erk vom Waliboer Land wurde mit 97 und 97 Punkten VDH Vizesieger.
Die beiden werden Deutschland mit ihren Schäferhunden auf der FH-WM vertreten. Bleibt zu hoffen, dass die qualifizierten Teams in Kroatien ihre tollen Vorführungen wiederholen können.
Ein ganz besonderes Dankeschön gilt der Firma Happy Dog in Person von Frau Claudia Aschke, die es sich nicht hat nehmen lassen, das SV-Team mit einer Winterjacke auszustatten. Diese nicht nur optisch ansprechende, sondern auch sehr funktionelle Jacke hat den Ausstaffierten wertvolle Dienste geleistet.
Für jeden begeisterten Hundesportler auch aus dem Schutzhundbereich kann der Besuch einer solchen Veranstaltung neue Horizonte öffnen.
Auf der VDH DM IPO FH 2011 wurde wieder eindrucksvoll gezeigt, zu welchen herausragenden Leistungen unsere Hunde in der Fährte in der Lage sind.
Im März 2011
Udo Wolters
SV-Mannschaftsführer
