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VDH DM FH 2003

Schäferhunde bewiesen wieder ihre gute Nasenveranlagung

 Am Wochenende 27.02. -02.03.2003 fand in Kröpelin bei Bad Doberan die VDH Qualifikation zum FCI FH Welt Cup statt, die in diesem Jahr vom Klub für Terrier ausgerichtet wurde.  23 Hunde wurden von 11 Verbänden zu diesem Wettkampf angemeldet.

Bei der Auslosung am Freitagmorgen stellte sich heraus, dass insgesamt 21 Teams mit 9 verschiedenen Hunderassen starten würden. Für den SV stellten sich die drei Erstplatzierten der letztjährigen  SV Bundesfährtenhundprüfung Gerhard Heinzelmann mit Mona vom Hardtbergturm, Richard Steinhöfer mit Fee von der Schöpf und Angela Norgardt mit Bojar aus der Rheingaumitte dem höchst anspruchsvollen Wettstreit. Unser SV Team  wurde erstmalig von der Firma Köber, Wattenscheid, mit einem einheitlichen Outfit ausgestattet. Hierfür möchte ich mich auch in diesem Rahmen ganz herzlich beim SV-Team Sponsor bedanken.

 

Die Veranstalter stellten über den Gesamtzeitraum ein sehr gleichmäßiges, weiträumiges Gelände zur Verfügung, bei dem es sich durchweg um Wintersaat handelte. Die Arbeit der erfahrenen Fährtenleger war in nicht zu beanstanden.

Nicht nur Frost und starker Ostseewind erschwerten die Bedingungen, sondern auch Unklarheiten bei vielen Hundeführern durch die im Januar beschlossene Änderung der IPO hinsichtlich des zu erstöbernden Ansatzes. Der Informationsfluss zu den Ausführungsbestimmungen war für einige Hundeführer unklar und zeitlich für diese Veranstaltung nicht umsetzbar.

Losnummer 1 – Richard Steinhöfer mit Fee von der Schöpf musste sich der Aufgabe stellen, die Ausführung der neuen IPO Bestimmungen wettkampfmäßig bei dieser ersten Fährte der Veranstaltung in die Praxis umzusetzen. Somit wurde diese Premiere von zahlreichen Zuschauern begleitet. Sicher absolvierte Fee die neuen Anforderungen im Ansatzbereich und zeigte über den gesamten Fährtenverlauf eine ruhige und sachliche Ausarbeitung. Bis auf minimale Einschränkungen an einigen Winkeln konnte der Leistungsrichter Herr Goldstein vom KfT diese hervorragende Arbeit mit 93 Punkten SG belohnen.

Somit begann diese Qualifikation sehr vielversprechend. Doch der Schein trügte und es kam anders als erhofft.

Von den 11 am Freitag angetretenen Teams konnten nur 3 mit einer bestandenen ersten Fährte aufwarten. 8 Teams erreichten an diesem Tag das Prüfungsziel nicht. Unter ihnen befand sich leider auch Angela Norgardt mit Bojar aus der Rheingaumitte. Der erfahrene Bojar orientierte sich immer wieder an der Grundlinie des Ansatzfeldes und musste wegen deutlicher Zeitüberschreitung seine Arbeit abbrechen.

Diskussionen und Fachsimpeleien ließen diesen Tag ausklingen.

Die Nacht von Freitag auf Sonntag bescherte uns –5°C und zerstörte somit die Aussicht auf besseres Wetter. Dem eisigen Wind trotzend begleiteten die Zuschauer ihre Teams durch den Tag. Lediglich in der Mittagszeit durchbrachen spärliche Sonnenstrahlen den wolkenverhangenen Himmel und tauten die gefrorene Erdoberfläche auf. Somit wurden die Bedingungen nochmals erschwert.

Bojar zeigte an diesem Tag einen sehr guten Fährtenansatz. Vielversprechend begann die zweite Fährte für Angela Norgardt und Bojar. Große Probleme bei der Ausarbeitung des Bogens zum Ende des 2.Schenkels zwangen den Leistungsrichter Herrn Hartmann vom DV zum Abbruch. Für die bis dahin gezeigte Leistung wurden 26 Punkte vergeben.

Im weiteren Wettkampfverlauf griff unser letztjährige Bundessieger Gerhard Heinzelmann mit Mona vom Hardtbergturm in das Geschehen ein. Die bereits 11 jährige erfahrene Hündin zeigte nach mustergültigem Ansatz eine souveräne Ausarbeitung der gesamten Fährte und erhielt verdient die bei dieser Qualifikation vergebene Höchstpunktzahl von 98 Punkten V.

Unser SV Team konnte somit zwei Spitzenergebnisse für sich verbuchen und legte sowohl Freitag als auch Samstag mit Höchstpunktzahlen vor.

Hoffnungsvoll begleiteten wir Richard Steinhöfer mit Fee in die zweite Fährte. Fee nahm die Fährte sicher auf und wusste durch eine ruhige und sichere Arbeit auf dem 1. Schenkel zu überzeugen. Zu Beginn des Bogens zum Ende des 1. Schenkels mehrten sich geländebedingt die Probleme der Hündin. Eine Anhäufung von Wildschweinspuren auf angetautem Boden forderten dem Team das Letzte ab. Ausgangs des Bogens brach der Leistungsrichter Herr Hartmann die Fährte ab.  Mit 24 Punkten zerplatzten hier unsere berechtigten Hoffnungen auf ein erstes positives Gesamtergebnis für unser SV Team.

Bis zum Samstagabend waren Günther Westhues und sein junger Malinois Rüde Jo vom Greifenring das einzige von 11 Teams, das mit einem Gesamtergebnis von 74/87-161 Punkten G das Prüfungsziel erreichte.

Somit stand fest, dass nur noch 5 Teams ein positives Ergebnis erzielen könnten.

Nach einem unterhaltsamen Kameradschaftsabend im Hotel Störtebecker fieberten alle Beteiligten der Entscheidung am Sonntag entgegen.

Das Losglück bescherte unserem Gerhard die 2.Fährte des Sonntags. Wieder konnte Mona auf ihre Erfahrung zurückgreifen und wusste den Leistungsrichter Herrn Hartmann sowie die zahlreich anwesenden Zuschauer zu überzeugen. Ein überlaufender Gegenstand und geringfügige Probleme an den spitzen Winkeln kosteten 6 Punkte, so dass unser Hoffnungsteam die zweite Fährte mit 94 Punkten SG absolvierte und diese Qualifikation vorzeitig für sich entscheiden konnte.

Insgesamt konnten von den 21 Startern nur 4 das Prüfungsziel erreichen. 11 Teams bestanden eine der zwei Fährten. 6 Teams scheiterten an beiden Tagen.

Den beiden Erstplatzierten –Gerhard Heinzelmann mit Mona vom Hardtbergturm 98/94-192PKT V und Wolfram Eif mit seinem DSH Asko vom Sprötauer Wald 88/96-184PKT SG wünsche ich das nötige Quäntchen Glück, um Deutschland bei der vom 01. -05.05.2003 in Finnland stattfindenden Weltmeisterschaft in gleicher Form zu vertreten.

Rückblickend ist festzustellen, dass die bei der Mannschaftsführerbesprechung am Donnerstagabend gefürchtete Problematik des zu erstöbernden Ansatzes das Erreichen des Fährtenziels nur minimal beeinflusste. Bis auf wenige Ausnahmen meisterten die Hundeführer mit ihren Vierbeinern diese Neuerung sehr souverän.

Zwei gewichtige Gründe für die meines Erachtens zu hohe Ausfallquote sind zum einen der ungünstige Termin Ende Februar und die damit möglichen schwierigen Witterungsbedingungen (Frost, Schnee) sowie zum anderen die von den Verbänden unterschiedlich gehandhabten Qualifikationsmethoden. Neben dem SV führen auch der KfT, der DHV und der DMC eine Qualifikation durch, in der zumindest zwei Mal die FH 2 absolviert wird. Somit gibt es Verbände, die ihre Mitglieder ohne Selektion zu dieser Veranstaltung melden. Die Anforderungen der FCI FH Qualifikation zum FH Welt Cup entsprechen internationalem Anspruch und bedürfen einer entsprechenden Vorbereitung und Auslese. Die Berechtigung zur Teilnahme sollte daher von allen Verbänden durch eine an der IPO FH orientierten Überprüfung unter Beweis gestellt werden.

Wie schon in den Jahren zuvor kann ich nur allen Interessierten empfehlen, eine solche Veranstaltung zu besuchen. Die vielen beeindruckenden Leistungen während einer solchen Qualifikation, verbunden mit dem sehr kameradschaftlichen Miteinander der Hundeführer und Besucher ist in jeder Beziehung eine auch noch so weite Anreise wert. Hiermit möchte ich auf die SV Bundesfähtenhundprüfung verweisen, die am 1. und 2. November 2003 von der LG Westfalen in der OG Rorup ausgerichtet wird. Zu welchen Höchstleistungen unser DSH im Bereich der Nasenarbeit fähig ist, könnt ihr in Rorup wieder erleben.

Im Februar 2003

SV Mannschaftsführer

Udo Wolters   

 
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